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Die Ausbildung zum Flugdienstberater (Flight Dispatcher)

Sie interessieren sich für die Luftfahrt und für die dortigen professionellen Abläufe, fühlen sich jedoch nicht für den Job des Piloten berufen. Oder Sie wollen sich als Pilot ein zweites berufliches Standbein schaffen. Dann kommt dieser Ausbildungsgang möglicherweise für Sie infrage.

Der Flugdienstberater oder Flight Dispatcher spielt eine zentrale Rolle innerhalb eines professionellen Flugbetriebes von Luftfahrtunternehmen. Er ist wichtiger Dienstleister und Partner für den Piloten am Boden und hat einen hohen Anteil an der Einhaltung der Kriterien Sicherheit, Pünktlichkeit und Wirtschaftlichkeit des Flugbetriebs.

Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehören:

  • Analyse der meteorologischen Bedingungen am Abflugs- und Zielort sowie entlang des geplanten Flugweges
  • Optimale Flugwegplanung und Flugplanerstellung auch in Zusammenarbeit mit der internationalen Flugsicherung
  • Berechnung des Treibstoffverbrauchs, der maximal möglichen Zuladung sowie des Start- und Landegewichts 
  • Zusammenstellung aller Flugvorbereitungsunterlagen und umfassende Beratung der Piloten vor dem Flug
  • Unterstützung der Crew während des Fluges über „In-Flight-Assistance“ – mit Hilfe von Funk oder anderen Kommunikationskanälen

Die FFL ist eine von ganz wenigen National Training Organisations (NTO), die in Deutschland für eine Ausbildung zum Flugdienstberater zugelassen sind.

Flugdienstberater im Vollzeitkurs (Ab Initio) 

Die Theoretische Ausbildung

Der Theorieunterricht ist weitgehend deckungsgleich mit dem der Ausbildung zum Verkehrsluftfahrzeugführer – allerdings fallen anstatt 750 Theoriestunden nur 410 Stunden an.

Er erfolgt in Vollzeit und dauert ca. ein halbes Jahr.

Die Stunden verteilen sich auf folgende 9 Sachgebiete:

  • Luftrecht
  • Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
    • Zelle und Systeme
    • Triebwerke
    • Elektrotechnik
    • Instrumente
  • Flugleistung und Flugplanung
    • Flugleistung
    • Flugplanung und Überwachung
    • Beladung und Schwerpunkt
  • Menschliches Leistungsvermögen (Human Factors)
  • Meteorologie
  • Navigation
    • Allgemeine Navigation
    • Funknavigation
  • Betriebliche Verfahren
  • Aerodynamik
  • Sprechfunkverkehr

Die Theoriephase wird mit einer Prüfung beim Luftfahrtbundesamt in Braunschweig abgeschlossen.

Die Praktische Ausbildung

Auf die Theorie folgt die praktische Ausbildung in Form eines ca. dreimonatigen Praktikums bei einem dafür zugelassenen Ausbildungsbetrieb. Wir kooperieren dafür mit dem TUI Group Operation Centre in Hannover, einer Schwesterfirma der großen Airline Tui fly. Die Gesellschaft hat in der Ausbildung von Dispatchern langjährige Erfahrung und verfügt dafür über einen ausgezeichneten Ruf. Dort arbeiten Sie nicht an einem Simulator, sondern planen unter Aufsicht reale Flüge der Airline. Es kann sogar vorkommen, dass Praktikanten später von TUI fly übernommen werden.

Die Praxisausbildung ist jedoch nicht unbedingt an diesen Partner gebunden, sie kann bei jeder beliebigen Institution, die dafür zugelassen ist, absolviert werden.

Dieser Ausbildungsteil schließt mit einer praktischen Prüfung des Luftfahrtbundesamts ab.

Flugdienstberater für Inhaber einer ATPL

Wer seine Verkehrspilotenlizenz (ATPL, Airline Transport Pilot Licence) erlangt, oder zumindest den Theorieteil dafür bestanden hat, für den kann es Sinn machen über eine (zusätzliche) Ausbildung zum Dispatcher nachzudenken. Denn innerhalb von 24 Monaten nach Bestehen der umfangreicheren ATPL-Theorieprüfung wird diese voll anerkannt – es fällt also nur noch das dreimonatige Praktikum und die abschließende praktische Prüfung an.

Worum könnte ein solcher Schritt interessant sein?

  • Während man auf der Jobsuche für den Pilotenberuf ist, kann man seine Flugvorbereitungs- und Durchführungskenntnisse bei einem hoch interessanten Praktikum auf ein höheres Niveau heben
  • Man findet einen leichten, alternativen Berufseinstieg, wenn man nach Bestehen der ATPL-Theorieprüfung aus finanziellen oder anderen persönlichen Gründen die Praxisausbildung nicht beginnt bzw. abschließt
  • Man schafft sich ein zweites Berufsstandbein für den Fall, dass man seinen Pilotenjob beispielsweise durch Untauglichkeit verliert oder keine Stelle als Pilot findet.

Melden Sie sich einfach bei uns. Das Team der FFL-Flugschule berät Sie gerne in allen Detailfragen.